TU Darmstadt

Die Rolle der Technischen Universität Darmstadt im Projekt ELISA II

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Mitarbeiter im Projekt ELISA der TU Darmstadt

Mit dem Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik (IVV) verfügt die TU Darmstadt bereits seit 1966 über Experten mit exzellenter Spitzenforschung rund um das Thema Verkehr. Durchschnittlich zehn wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie fünf externe Doktoranden arbeiten unter Leitung von Prof. Manfred Boltze beständig an Lösungsansätzen für eine effizientere Gestaltung sämtlicher verkehrlicher Belange von heute und morgen. Unser Forschungsprofil zeichnet sich dabei traditionell durch eine große Breite mit mehreren Schwerpunkten aus.

Seit einigen Jahren wird u. a. das Verkehrsmanagement verstärkt in Augenschein genommen, wofür methodische Grundlagen zur systematischen Planung erarbeitet sowie spezifische Maßnahmen und Strategien untersucht und weiterentwickelt werden. Dies schließt den Einsatz neuer Technologien in der Verkehrstelematik ein – gleichermaßen für den Individualverkehr wie für den öffentlichen Verkehr. Auch die effiziente Gestaltung der Lichtsignalsteuerung für den Straßenverkehr bildet einen unserer Forschungsschwerpunkte. Weitere Forschungen betreffen die integrierte Planung von Infrastruktur und Betrieb einerseits, von Flächennutzung und Verkehr andererseits sowie den Einsatz verschiedener Entscheidungs- und Optimierungsmethoden. Die Einordnung der Schwerpunkte in den Gesamtzusammenhang wird besonders beachtet.

Auf Basis dieser breiten Expertise übernehmen unsere Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieure im Rahmen des ELISA-Feldversuchs die verantwortungsvolle Aufgabe der umfassenden wissenschaftlichen Begleitforschung des Testbetriebs. Aufbauend auf einer detailreichen Erhebung relevanter Forschungsdaten aus Versuchsanlage, aus Fahrzeugen sowie des Verkehrsablaufs werden eine Vielzahl verkehrstechnischer, energietechnischer, ökologischer, ökonomischer und rechtlicher Kriterien aus Sicht der beteiligten Akteure evaluiert.

Zahlreiche Forschungsschwerpunkte lassen sich darauf aufbauend definieren, deren konsequente Ausarbeitung wichtige Erkenntnisse zu Aspekten wie Alltagstauglichkeit und Zukunftsfähigkeit des eHighway-Systems liefern werden. So werden beispielsweise zunächst potentielle Änderungen im Verkehrsablauf umfassend untersucht, um mögliche Auswirkungen des eHighways auf das Verhalten von Verkehrsteilnehmern zu identifizieren. Aspekte wie Funktionalität und Zuverlässigkeit des eHighway-Systems finden gleichermaßen Beachtung wie Fragestellungen zur Integrationsfähigkeit der OH-Lkw in das Straßenverkehrssystem, zum Energieversorgungssystem, zu den Auswirkungen auf logistische Prozesse sowie zu Einflüssen auf den Wirtschaftsgüterverkehr im Allgemeinen. Die vollumfängliche Betrachtung der Systemakzeptanz bei allen Akteuren und die Systembewertung aus Sicht der Gesamtgesellschaft komplettieren die Forschungsaktivitäten.

In ökologischen Fragestellungen, wie zum Beispiel zum Einsparpotential an Treibhausgasemissionen durch den eHighway, wird unser Team durch die Kolleginnen und Kollegen des Fachgebiets Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft unter Leitung von Prof. Liselotte Schebek tatkräftig unterstützt.

Zusammenfassend wird das System eHighway aus sämtlichen relevanten Perspektiven kritisch hinterleuchtet, mit dem Ziel, den bereits heute bekannten aber auch während des Testbetriebs neu hinzukommenden Fragestellungen mit aussagekräftigen und wissenschaftlich aufbereiteten Antworten begegnen zu können. Auf Basis dieser Forschungsergebnisse erstellen und verbreiten wir im Anschluss zielgruppenspezifische Hinweispapiere, welche als Grundlage eines späteren Systemausbaus dienen werden. Neben der umfassenden Begleitforschung zum Testbetrieb fokussieren wir des Weiteren federführend den Austausch und die Vernetzung zwischen betroffenen Stakeholdern, Partnern, Interessierten sowie den anderen eHighway-Feldversuchen.

Wir, das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Darmstadt, freuen uns, die bereits in vorangegangenen Projekten hervorragende Zusammenarbeit mit den Projektpartnern im Rahmen des Projektes ELISA II weiter zu intensivieren und erwarten spannende und zukunftsweisende Forschungsergebnisse.

Die Beteiligung am Projekt ELISA ist ein Beispiel für Spitzenforschung an der TU Darmstadt. Seit ihrer Gründung im Jahre 1877 zeichnet sich die TU Darmstadt durch besonderen Pioniergeist aus. Zu unserem Selbstverständnis gehört es, diese Tradition der Innovation kontinuierlich fortzusetzen. Durch herausragende Leistungen in Forschung, Lehre und Wissenstransfer erschließen wir wichtige wissenschaftliche Zukunftsfelder und eröffnen kontinuierlich neue Chancen der gesellschaftlichen Gestaltung. Damit zählt die TU Darmstadt zu einer der führenden Technischen Universitäten in Deutschland mit hoher internationaler Sichtbarkeit und Reputation.

Ingenieur- und Naturwissenschaften bilden den Schwerpunkt der TU Darmstadt, sie kooperieren eng mit prägnanten Geistes- und Sozialwissenschaften. Diese vielfältigen Wissenschaftskulturen verbinden wir zu einem charakteristischen Profil, das wir dynamisch weiterentwickeln. Weltweit stehen wir für herausragende Forschung in hoch relevanten und von uns fokussierten Profilbereichen.

Die TU Darmstadt geht im In- und Ausland gleichwertige Partnerschaften mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ein, um hervorragende Kompetenzen gezielt zusammenzuführen. Unser intensiver Wissenstransfer ist ein entscheidender Motor für die Wirtschaft und Innovationskraft in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Durch strategische Kooperationen und enge Beziehungen zur Gesellschaft bringen wir diese Region als international renommierten Wissenschaftsraum voran. Unser Innovations- und Gründungszentrum fördert die Unternehmerkultur und lässt Ideen zu erfolgreichen Start-ups reifen. Und seit jeher ist die TU Darmstadt fest verankert in und bestens verknüpft mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

So wie unsere Spitzenforschung in Wettbewerben vielfach ausgezeichnet ist, finden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der TU Darmstadt für sämtliche wissenschaftliche Qualifikationsstufen ein stimulierendes und äußerst förderliches Umfeld. Die Universität unterstützt individuelle Entfaltung und Selbstständigkeit im Rahmen klar strukturierter, verlässlicher Karrierewege.

Internationale Teams, der enge Austausch mit außeruniversitären Partnern und unsere lebendige Interdisziplinarität prägen die kooperative Kultur an der TU Darmstadt. Daran arbeiten unsere 312 Professorinnen und Professoren, 4.450 wissenschaftlichen und administrativ-technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie knapp 26.000 Studierenden. Aufgrund ihres Autonomie-Status und ihrer Größe kann die TU Darmstadt besonders flexibel agieren und schnell entscheiden. Damit schafft sie Voraussetzungen für Leistungen auf höchstem Niveau.