Erster eHighway Deutschlands ist seit 07. Mai 2019 in Betrieb

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OH-Lkw unterwegs auf der Teststrecke zwischen Darmstadt und Frankfurt
OH-Lkw unterwegs auf der Teststrecke zwischen Darmstadt und Frankfurt

„Nachdem wir in Rekordzeit dieses innovative Projekt geplant und die Anlage errichtet haben, ist der erstmalige Regelbetrieb im Straßenverkehr wiederum eine Pionierarbeit“, stellt Prof. Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil, fest. „Mit den Erfahrungen des ersten Jahres sind wir sehr zufrieden“, zieht Riegelhuth ein Zwischenfazit. „Alle Ereignisse werden detailliert analysiert und fließen in die wissenschaftliche Bewertung der Technologie ein“, erläutert Riegelhuth und lobt die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, u.a. auch den zuständigen Feuerwehren und der Autobahnmeisterei Darmstadt. In den vergangenen Monaten hat Hessen Mobil mit allen Beteiligten Sicherheitskonzepte und neue Lösungen erarbeitet - passgenau zur neuen Technologie.

Seit Inbetriebnahme legen die zwei Oberleitungshybrid-Lkw (OH-Lkw) täglich jeweils mehrere Fahrten auf dem eHighway zurück. „Wir wollten eigentlich schon weiter sein. Aber hier haben uns die Corona-Beschränkungen voll erwischt“, erklärt Prof. Riegelhuth. Zwei weitere OH-Lkw, die in Schweden gebaut und mit der Spezialtechnologie ausgestattet wurden, befinden sich seit Wochen in Deutschland, können aber aufgrund der Reisebeschränkungen von den Experten der Herstellerfirma nicht in Betrieb genommen und an die Logistikfirmen übergeben werden. Auch die Schulungen der Fahrer bei den Logistikunternehmen sind derzeit nicht möglich. Im Spätsommer soll planmäßig das fünfte Fahrzeug nach Hessen geliefert werden.

Das Ziel aller am Projekt Beteiligten ist nach Ende der Beschränkungen wieder volle Fahrt aufzunehmen und den Einsatz der weiteren Versuchsfahrzeuge zu ermöglichen. Trotz dieser Verzögerungen sollen alle geplanten Datenerhebungen und Bewertungen, die für die wissenschaftliche Untersuchung erforderlich sind, bis zum Ende des Feldversuchs in den nächsten zweieinhalb Jahren durchgeführt werden können.

„Die Technologie könnte der Schlüssel sein, auch den Güterverkehr stärker in die Verkehrswende einzubeziehen“, bringt Prof. Riegelhuth die Bedeutung des Projekts auf den Punkt: "Dafür braucht es valide wissenschaftliche Erkenntnisse - eine inspirierende Aufgabe und große Verantwortung für die Beteiligten am Projekt ELISA." An dem Projekt arbeiten zudem das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Darmstadt (Prof. Manfred Boltze), der Systemhersteller Siemens Mobility und der Energieversorger ENTEGA. Als Logistikpartner sind bisher die Spedition Hans Adam Schanz GmbH & Co. KG und die Ludwig Meyer GmbH & Co.KG in das Projekt eingebunden. Auf regulären Lieferfahrten für Kunden befahren diese die Strecke.

Der Start der ELISA-Versuchsstrecke vor einem Jahr war ein Meilenstein auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Straßengüterverkehr: Über Oberleitungen werden spezielle Lkw mit Ökostrom zwischen Frankfurt und Darmstadt versorgt. Sie fahren auf dieser Strecke der A 5 emissionsfrei über eine Autobahnstrecke von insgesamt 10 km Länge. Realisiert wurde die Pilotanlage von Hessen Mobil. Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb wurden durch das Bundesumweltministerium getragen.

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